Esel und Maultiere

Esel und Maultierhufe sind in Form und Hornbeschaffenheit identisch.

Der wesentliche Unterschied vom Esel zum Pferd findet sich im so genannten HUFMECHANISMUS. siehe Kap. 5 "Die häufigsten Fehler und Irrtümer bei der Hufpflege."

Eselhufe werden häufig maschinell bearbeitet.

Maschinelle Hufpflege (Schleifmaschine) ist grobschlächtige Pfuscharbeit!

Eine häufige Klage sind eingetretene Steinchen. Eselhufe sind hervorragend an steinige Wüstengebiete angepasst. Ein gesunder, gut ausbalancierter Eselhuf tritt sich keine Steine ein!

Hufpflegeintervall: 8 – max. 10 Wochen

Hat der Esel einen tüchtigen Huf, so steht er auf ebenem Boden auf dem Trägerrand. Die Sohle mit kräftigem Rand trägt, wenn möglich, nicht mit.
Auf natürlichem Untergrund (Erde, Sand) übernimmt die Sohle einen Teil der Last. Aber erst nach dem der Tragerand im Erdreich eingesunken ist.

Vorne links Vorne links

 

Die hochsensiblen Esel – und Maultiere – gehören wohl zu den verkanntesten Geschöpfen.

Ihre Haltung und Pflege bedürfen eines besonderen Aufwandes welcher die des Pferdes übertrifft!

Tägliche Hufkontrolle (auskratzen) ist selbstverständlich.

Als „Afrikaner“ sind sie nicht für Regen und Nässe eingerichtet (Regen dringt, im Gegensatz zum Pferd, durch das Haarkleid des Esels). Genauso ist ihr Hufhorn nicht gegen Nässe (Matsch, feuchte Weiden, feuchte Einstreu) gewappnet. Hufgeschwüre sind demzufolge keine Seltenheit!

Pilzbefall der inneren, weichen Wandhornschicht entsteht durch Haltungsfehler und wird verstärkt durch mangelnde oder unsachgemäss ausgeführte Hufpflege (z.B. einseitig belastete Hufe oder zu starkes beraspeln der äusseren, harten Wandhornschicht). Eine äusserst unangenehme Situation, die zur Lahmheit führen kann. Wird die Haltung verbessert (Nässe, Urin, Mist) und bei der Hufpflege der Asymmetrie Beachtung geschenkt, verschwindet er meist von selbst. Haben sich jedoch Kanäle Richtung Kronsaum gebildet, wird er zum hartnäckigen Problem .

Dieser Pilzbefall wird von Laien oft als „White Line Disyse“ diagnostiziert. Damit jedoch besteht kein Zusammenhang. Die „weisse Linie“ (Blättchenhorn) wird nicht befallen. Eine Behandlung ist nur erfolgversprechend mit kompetenter Hufpflege, einwandfreier Stallhygiene, befestigtem Auslauf bei Regenwetter und gewissenhafter, regelmässiger Behandlung (1-2 x pro Woche. Sehr gut bewährt hat sich "KERALIT Undercover"). Die äussere, intakte Hufwand, mit ihrer tragenden Funktion sollte möglichst erhalten bleiben.

Ein weiteres Übel ist die Ernährung. Esel sind an trockene, vegetationsarme Gebiete (Wüsten!) angepasst. Übergewicht und die oft daraus resultierende Hufrehe sind keine Seltenheit (kein Brot!). Esel benötigen eine rohfaserreiche Nahrung. Gutes Stroh zur ständigen Verfügung. Wenig Heu, aber von bester Qualität. Eine ausgewogene Kraft – Mineralfutterversorgung (Salzleckstein genügt nicht). Täglich frisches Wasser (Esel trinken eher nichts als abgestandenes Wasser).

Jährliche Zahnkontrolle durch den Veterinär. Ebenso darf die regelmässige Entwurmung und Impfung (Tetanus!) nicht vergessen werden.

Esel sind soziale Familientiere. Einzelhaltung ist als arge Tierquälerei abzulehnen!
   

Hufschuhe sind bis Kronrandumfang min. 26cm problemlos anpassbar.

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